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E-Government: Die Cloud in Behörden

Aktenschrank und Papierkrieg adé: Die Digitalisierung revolutioniert die Arbeit von Behörden. Unter dem Schlagwort E-Government erhält die Cloud Einzug in Behörden. Wie Verwaltung von morgen aussieht und wie E-Government eingeführt werden kann, lesen Sie hier:

Umzug, Geburt, Heirat, Steuern, Sozialleistungen oder Papiere: Es gibt zahllose Gründe, warum Menschen mit Behörden zu tun haben. Sie sind unerlässliche Säulen des Staatssystems und sorgen dafür, dass Länder rund laufen.

Doch nicht immer sind Bürger mit den Services von Behörden zufrieden: Lange Wartezeiten, unklare Informationen, komplizierte Entscheidungswege. Zusätzlich verursachen träge Behörden jedes Jahr hohe finanzielle Schäden. Hier kommt die Digitalisierung ins Spiel: Moderne Technologien ermöglichen es, die Arbeit von Behörden von Grund auf neu auszurichten. Diese Bestrebungen können unter dem Stichwort E-Government zusammengefasst werden.

E-Government: Die Cloud in Behörden

E-Government: Was ist das?

Unter E-Government (‘Elektronische Regierung‘) versteht man die Vereinfachung, Durchführung und Unterstützung von Prozessen zur Information, Kommunikation und Transaktion innerhalb staatlicher, kommunaler und sonstiger Behörden sowie zwischen diesen und Bürgern bzw. Unternehmen. Dies erfolgt durch den Einsatz von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien.

E-Government umfasst alle Bereiche und Aufgabenfelder von Behörden, wobei insbesondere die Digitalisierung analoger Daten und die Nutzung von Cloud Computing für orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf diese Daten immense Zeit- und Kosteneinsparungen sowie eine Vereinfachung der Bearbeitung der Daten ermöglichen.

E-Government verschlankt Behörden

Dass Nachholbedarf herrscht, ist deutlich: Deutschland belegt bei der Digitalisierung der Verwaltung im europäischen Vergleich nur den 20. Platz. Und ein niedriger Digitalisierungsgrad bedeutet meist auch geringere Effizienz. Viele Arbeitsschritte müssen händisch ausgeführt werden, Unterlagen wechseln langsam von einer Abteilung in die nächste, Papiere können verloren gehen. Auch der Chef des Bundeskanzleramtes, Helge Braun (CDU), mahnt zur Eile: „einfach schneller werden.“ bezeichnete er als eine „zentrale Aufgabe“ der Bundesregierung, denn große IT-Projekte, wie beispielsweise die Einführung der digitalen Gesundheitskarte, dauerten acht bis 14 Jahre. Beim Start seien die Systeme dann bereits wieder veraltet.

Nicht nur Zeit, sondern auch Geld könnten durch E-Government in Behörden eingespart werden. Schätzungen zufolge würden digitalisierte Behörden jährlich 3,9 Milliarden Euro sparen und Bundesbürger verbrächten unglaubliche 84 Millionen Stunden weniger auf dem Amt.

E-Government verschlankt Behörden

Zusätzlich könnte E-Government die Effizienz und Transparenz der Arbeit von Behörden verbessern. Durch einfachere Dokumentenverwaltung in der Cloud und das digitale Teilen von Information mit autorisierten Stellen könnten Anträge deutlich schneller abgewickelt werden. Auch Strafverfolgungsverfahren und sicherheitsrelevante Angelegenheiten, bei denen der Zeitfaktor eine essentielle Rolle spielt, könnten einfacher über Länder- und Behördengrenzen hinweg bearbeitet werden.

Nicht zuletzt schont Digitalisierung, gerade großer Institutionen, Umweltressourcen. Laut WWF verbraucht Deutschland so viel Papier wie die Kontinente Afrika und Südamerika zusammen. Eine vollständig digitalisierte öffentliche Verwaltung würde Unmengen an Zellstoff und CO2 jährlich einsparen.

E-Government schafft Bürgernähe

Statt sich nach behördlichen Öffnungszeiten richten oder Termine zur Vorsprache abwarten zu müssen, schafft E-Government Bürgernähe durch unmittelbare digitale Kommunikationskanäle. So eröffnen beispielsweise cloudbasierte Plattformen, auf denen jeder Bürger einen eigenen Account besitzt, unzählige Möglichkeiten zur Information und Interaktion. Einerseits ermöglichen solche Online-Dienste die dynamische und gezielte Information jedes Bürgers zu Inhalten, die für sie oder ihn besonders relevant sind. Andererseits können Menschen direkt mit Behörden in Kontakt treten, egal wann und wo sie sich gerade befinden. Sollte ein Zugriff auf die behördliche Plattform nicht ausreichen, um ein Anliegen zu klären, können (Video-)Chats mit Mitarbeitern für die schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme eingerichtet werden.

E-Government schafft Bürgernähe

Außerdem erlauben E-Government-Plattformen die stärkere Einbindung von Bürgern in politische Entscheidungen. Blitzschnell und ohne einen Gang in das örtliche Rathaus oder zu Bürgerversammlungen können Menschen über wichtige Fragen informiert werden und dazu unmittelbar ihre Stimme und Meinung abgeben.

Nicht zuletzt führt mangelnder Informationsfluss und träge Bürokratie häufig zur vielfach beklagten Politikverdrossenheit. Durch dynamische Informations- und Interaktionskanäle werden Behörden für Bürger mobil und intuitiv erreichbar, somit erleichtert E-Government einerseits die Nutzung dieser Services, andererseits fördert E-Government politische Partizipation. Durch die bessere Einbindung von Bürgern können politische Entscheidungen noch repräsentativer und demokratischer geformt werden– Stichwort Digitale Demokratie.

Studie zu E-Government: Vorteile werden erkannt

Die Unternehmensberatung BearingPoint hat 2014 eine Studie zur Standortbestimmung von Cloud Computing in der öffentlichen Verwaltung durchgeführt. Hierzu wurden 250 Entscheider auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sowie öffentliche IT-Dienstleister befragt. Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Befragten bereits mit Cloud Computing vertraut und stark daran interessiert sind. Neben der Möglichkeit, Kosten zu senken, steht bei den Teilnehmern der Gewinn an Skalierbarkeit, Effizienz und Interoperabilität an erster Stelle. Als weitere Vorteile von E-Government wurde genannt, dass Cloud Computing bedarfsgerechte, automatische Bereitstellung von IT-Services ermöglicht (z.B. Rechenkapazität, Datenspeicher) sowie Applikationen, Entwicklungsumgebungen und ganze Geschäftsprozesse über ein Netzwerk abgebildet werden können.

Studie zu E-Government

Ebenso deckte die Studie auf, dass viele Menschen noch immer Bedenken bezüglich der Datensicherheit in der Cloud haben. Daher würden beispielsweise knapp die Hälfte der Befragten unkritische Anwendungsdaten in eine Community- bzw. Public Cloud überführen, über 90% der Studienteilnehmer jedoch würden personenbezogene Daten nur in einer (externen) Private Cloud ablegen.

Da eine Behörde nicht einfach „offline“ gehen kann, muss die Migration in die Cloud im Rahmen von E-Government zügig erfolgen, die Diensteleistung sollte uneingeschränkt bleiben. Hinzu kommt, dass Behörden häufig mit Legacy-Systemen arbeiten, die ebenso wie personenbezogene Daten, Archivsysteme, Anwendungsdaten etc. überführt werden müssen.

Vorteile von E-Government

E-Government mit oneclick™

oneclick™ ist eine sofort einsetzbare Platform-as-a-Service. Web Apps, native Applikationen, Desktops und Daten werden in der Plattform zentralisiert und via Streaming sicher an die Benutzer ausgeliefert. oneclick™ stellt das ideale Tool für die Implementierung von mobilen und sicheren digitalen Arbeitsplätzen in Behörden dar.

Sicherheit

oneclick™ setzt beim Streaming auf die neuesten Verschlüsselungstechnologien und stellt sicher, dass Applikationen und Daten niemals den sicheren Hosting-Standort verlassen. Die mehrstufige Authentifizierung sowie das Rechte- und Rollenkonzept stellen sicher, dass nur Befugte auf sensible Daten zugreifen dürfen. Somit können alle Daten, inklusive sensibler personenbezogener Daten, ohne Bedenken in die Cloud überführt werden.

Migration von Legacy Apps

Selbst Legacy-Anwendungen werden mit oneclick™ mobil, ohne in einen Umzug investieren zu müssen. Die vorhandene IT-Infrastruktur von Behörden wird mit oneclick™ innerhalb kürzester Zeit mobil.

Nutzung jeden Endgeräts – intuitiv, mobil, absolut flexibel

Der Zugriff auf die oneclick™ Plattform erfolgt zeit- und ortsunabhängig mit jedem beliebigen HTML5-fähigen Endgerät. Behördliche Dienstleistungen werden so mobil verfügbar und Bürger können jederzeit intuitiv auf Dokumente zugreifen sowie Leistungen in Anspruch nehmen.

 

 

Quellen:

Bildnachweise:

  • Bild 1: Samuel Zeller @ unsplash.com
  • Bild 2: Vladimir Kudinov @ unsplash.com
  • Bild 3: Rawpixel @ unsplash.com
  • Bild 4: Christa Dodoo @ unsplash.com
  • Bild 5: BearingPoint, 2014
  • Bild 6: Paul Hanaoka @ unsplash.com
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