Legacy System – Altsysteme in Unternehmen

Legacy System – Altsysteme bremsen die Unternehmenswirtschaftlichkeit

In den meisten Unternehmen sind IT-Systeme und Anwendungen über Jahre gewachsen. Sie sind für verschiedene Plattformen optimiert, in jeweils anderen Sprachen programmiert und miteinander – in welcher Form auch immer – verbunden. Dabei handelt es sich oft um ein Altsystem – oder auch Legacy System genannt. Gemeint sind alte Methoden, Technologien sowie Anwendungsprogramme, die von einem früheren oder veralteten Computersystem stammen. Das Ziel einer Modernisierung ist es, diese Anwendungen weiterhin nutzbar und flexibler zu machen.

Legacy System

Was ist ein Legacy System?

Legacy bedeutet so viel wie „Vermächtnis“ oder „Hinterlassenschaft“ – oft Altlast, denn die früheren Programme passen nicht mehr zu den aktuellen Anforderungen und verlangsamen daher die Unternehmensprozesse. Großrechnerbasierte Anwendungen werden zur Legacy IT, z.B. wenn es sich um heute veraltete Entwicklungs- oder Betriebsumgebungen handelt. Diese Systeme sind im Unternehmen gewachsen, wurden mit anderen Programmen verknüpft und besitzen zahlreiche Schnittstellen zu weiteren Applikationen. Sie sind daher nicht nur komplex, sondern unternehmenskritisch. Viele Firmen spüren den Modernisierungsdruck, weil die alten Anwendungen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Aber die Legacy IT ist unbeweglich und schwerfällig. Durch die zahlreichen Verknüpfungen der alten Systeme mit den Unternehmensabläufen ist es eine Herausforderung, sie durch neue IT zu ersetzen. Die Altsysteme werden über ihr geplantes Lebensende hinaus genutzt, um Ausfallrisiken oder Kosten der Umstellung, die bei einer Ablösung der Programme entstehen könnten, zu umgehen.

Wann wird die Legacy IT zum Problem?

Wenn es um die digitale Transformation geht, bleiben die alten Systeme meistens außen vor. Sie bremsen Unternehmen aus, weil sie eher einen Mix aus Eigenentwicklungen darstellen als ein wirklich umfassend durchdachtes Hilfsmittel. Sie bringen Firmen nicht ausreichend voran, da sie über mehrere Plattformen verteilt sind oder ältere bzw. nicht mehr zeitgemäße, zugekaufte Anwendungen darstellen, die zwar miteinander funktionieren, aber nicht so, wie es für die internen Abläufe optimal wäre.

Beispielsweise arbeitet die Buchhaltung mit einer Softwarelösung für das Controlling, das Erstellen der Rechnung funktioniert mit Vorlagen in gängigen Office-Anwendungen. Die Personalabteilung führt digitale Personalakten mit einer eigens für diesen Zweck eingekauften Anwendung. Für Termine wird ein digitaler Kalender im Intranet verwendet, der über ein Java-Applet mit den anderen Anwendungen verbunden ist. Diese IT-Infrastruktur kann sich nicht an wechselnde Anforderungen anpassen, da dann auch alle Schnittstellen erneuert werden müssten – ein zeitaufwändiger und kostspieliger Prozess. Wer hier neue Geschäftsprozesse realisieren oder bestehende Abläufe optimieren will, hat es schwer. Wachsenden Anforderungen an die immer größer werdenden Datenmengen, modernen Ansprüchen an die digitale Sicherheit oder den Datenschutz und einem effizienten Data Mining sind solche Konstruktionen nicht gewachsen. Insbesondere heute unübliche Delphi- oder C++Anwendungen kann kaum noch jemand warten, wenn die verantwortlichen Programmierer das Unternehmen verlassen.

Herausforderungen eines Legacy Systems und Alternativen

Herausforderugnen für ein Legacy System

In einigen Branchen bestehen Verpflichtungen, Daten lange vorzuhalten. Hier können die Altsysteme nicht einfach abgeschaltet werden, da sie nach wie vor sensible und kritische Informationen enthalten, auf die auch zukünftig noch zugegriffen werden muss. Dennoch sind eine durchdachte Strategie und eine solide Konsolidierung notwendig. Oftmals wissen Unternehmensverantwortliche nicht, wo sie anfangen sollen, wenn es darum geht, Legacy-Systeme zu deaktivieren. Eine Planung zu erstellen und diese umfassend zu realisieren, kann sich als schwierig erweisen. In vielen Fällen ist es am sinnvollsten, zunächst Unternehmensbereiche zu identifizieren, in denen sich eine Modernisierung der IT besonders lohnt.

Werden hier einige Altsysteme ersetzt, kann sich das schnell lohnen und so werden finanzielle Spielräume für weitere Veränderungsprozesse frei. Zunächst kann dort erneuert werden, wo eine effiziente Technologie den größten Mehrwert schafft.

Eine Alternative zur Legacy IT sind auch Managed Services. Obwohl das Outsourcen von Aufgaben aus der IT zunächst auf Widerstand stoßen kann, lohnt es sich, darüber nachzudenken, bei welchen Anwendungen die Kooperation mit einem externen Profi hilfreich ist. Nicht nur Speicherkapazität kann ausgelagert werden, sondern auch Kernsysteme, deren Wartung oft intern Personal bindet. Früher konnten die in solchen Anwendungen gespeicherten Daten nicht vom Programm selbst getrennt werden, doch inzwischen ist die Überführung in eine offene Datenwelt möglich. Durch Managed Services kann die Modernisierung zu einem fortlaufenden Prozess werden.

Ein Fazit

Alte IT findet sich in fast allen Unternehmen, aber irgendwann reichen die früheren Anwendungen nicht mehr aus, weil sie neuen Anforderungen nicht gerecht werden oder Verantwortliche nicht auf veränderte Trends reagieren können. Häufig sind die Systeme mit hohen Wartungskosten verbunden, weil sie zu komplexen Datenpaketen wurden. Ein umfassendes Neuaufsetzen der IT ist nicht immer notwendig. Dies wäre auch sehr kostenintensiv. Stattdessen können zentrale Anwendungen erneuert oder externe IT-Profis mit der Betreuung eines Teils der Software beauftragt werden. Wird Legacy Software mit den Vorteilen einer Cloud ausgestattet, dann kann die Lebensdauer der alten Systeme verlängert werden. Mit oneclick™ ist diese moderne Kombination aus alter IT und zeitgemäßen Lösungen möglich.

 

 

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