Arbeiten 2030
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Arbeiten 2030 – Wie Arbeitnehmer die Zukunft formen

Digitalisierung, Globalisierung und der demographische Wandel führen zu drastischen Veränderungen im Arbeiten 2030 und darüber hinaus. In unserem Artikel „Arbeitsplatz der Zukunft“ haben wir bereits beschrieben, welche drei Schritte bei der Einführung eines modernen Arbeitsplatzes zu beachten sind. In diesem Artikel werfen wir nun einen Blick darauf, wie Arbeitnehmer die Zukunft formen werden.

Work-Life-Balance und das Verschwimmen von Freizeit und Beruf, ein Sinneswandel und die Suche nach Freude, Spaß und Selbstbestimmung – dies charakterisiert die nächste Generation der Arbeitnehmer. Wieso diese Ansprüche einen immensen Einfluss darauf haben, wie Arbeiten 2030 aussehen wird, lesen Sie hier.

Arbeiten 2030: Jagd auf kreative Köpfe

Der treibende Faktor für die Gestaltung des Arbeitsplatzes der Zukunft wird der War for Talent sein, so die „Fast Forward 2030“-Studie der Immobiliendienstleister CBRE und Genesis. Dahinter versteckt sich der Wettstreit zwischen Unternehmen um die besten Fachkräfte. Durch die Knappheit solcher Talente werden die Bedürfnisse der Arbeitnehmer immer weiter in den Vordergrund treten, denn die Konzerne hoffen so, besonders erfolgreich Mitarbeiter zu gewinnen.

Arbeiten 2030

Durch die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung wird der Arbeitsmarkt weiter umgewälzt. Repetitive Arbeiten können von Maschinen erledigt werden und Algorithmen übernehmen die Verwaltung sowie Auswertung der gewonnenen Daten. Was hingegen gefragter wird als je zuvor, sind kreative Genies, die mit außergewöhnlichen Visionen Geschäftsprozesse verbessern und neue Ideen liefern können. Denn Maschinen programmieren sich nicht selbständig und bisher kann künstliche Intelligenz weder kreativ, noch sozial-emotional denken und handeln.

Neben den wachsenden Anforderungen an die Pionierarbeit solcher Talente stehen aus demographischen Gründen schlichtweg weniger Arbeitnehmer zur Verfügung. Laut dem Statistischen Bundesamt wird die Zahl der Erwerbstätigen bis 2050 von rund 61% auf bis zu 52% sinken. Dies bedeutet, dass der deutschen Wirtschaft durch die Ruhestandswelle der Babyboomer bis zu 15 Millionen Arbeitskräfte verloren gehen. Unternehmen werden Schwierigkeiten bekommen, herausragende Absolventen an sich zu binden, denn diese Youngsters werden noch härter umworben sein als heute. Da diese kreativen Köpfe mehr oder weniger freie Auswahl unter einer Vielzahl an Arbeitgebern haben, müssen sich diese mächtig ins Zeug legen, um sich im besten Licht zu präsentieren.

Arbeiten 2030: Sinn statt Geld

Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Gallup hat die allgemeine Mitarbeitermotivation ein neues Allzeit-Tief erreicht. Ihr zufolge sind nur 13% der Mitarbeiter motiviert, 63% haben sogar jegliches Engagement verloren. Glaubt man den Prognosen der „Fast Forward 2030“-Studie, so lassen es Arbeitnehmer im Jahr 2030 erst gar nicht so weit kommen. Die nächste Generation der Arbeitnehmer ist geprägt von einem veränderten Leistungsdenken. Bereits heute ist jungen Arbeitnehmern Glück im Job in der Regel wichtiger als das monatliche Einkommen. In Zukunft werden klassische Karrierebestrebungen und Gehalt immer unwichtiger, im Gegensatz zu Selbstbestimmung, Freude, neuen Herausforderungen sowie genügend Zeit und Raum für das Leben neben der Arbeit.

Arbeiten 2030: Sinn statt Geld

Die Herausgeber der Studie bezeichnen Arbeiten zukünftig als eine Art „Kundenerlebnis“. Arbeitnehmer suchen Jobs und Projekte, die sie reizen, zu ihnen passen und Spaß machen. Für viele wird zudem der Mehrwert der Arbeit und der Sinn, den sie darin sehen, an oberster Stelle stehen. Anstatt zur Selbstbereicherung arbeiten viele, um Teil des „next big thing“ zu sein.

Arbeiten 2030: Work-Life Integration ist ein Muss

Einerseits soll die Arbeit Spaß machen, andererseits sollen genügend Freiheiten vorhanden sein, um auch die Freizeit in vollen Zügen zu genießen. Um Job und Freizeit ideal miteinander vereinbaren zu können, wünschen sich Arbeitnehmer Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten. Anstelle der Work-Life Balance wird zukünftig eher die sogenannte Work-Life-Integration im Vordergrund stehen, also das Verzahnen von Arbeit und Freizeit. Ermöglicht wird dieses Miteinander von freier Zeit und Arbeit insbesondere durch die technischen Möglichkeiten des orts- und zeitunabhängigen Arbeitens, z.B. mit den Unified Workspaces von oneclick™. Für das Arbeiten 2030 sollte es zum Beispiel normal sein, sich nach einem sonnigen Nachmittag am See spät abends noch an den Laptop zu setzen, um eine Deadline einzuhalten, oder unterwegs auf Reisen vom Smartphone aus Kollegen bei einer Problembehebung zu helfen. Dazu brauchen Mitarbeiter zum einen die technischen Voraussetzungen für ortsunabhängiges Arbeiten und zum anderen verlangen diese neuartigen Arbeitsmodelle ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitern. Dies könnte Unternehmen besonders deshalb schwerfallen, da viele Arbeitnehmer sich 2030 nur projektweise an einen Arbeitgeber binden möchten.

Fazit

Arbeiten 2030: Flexibilität, Selbstbestimmung, Spaß an der Arbeit und genügend Freizeit. Diese Anforderungen von Arbeitnehmern sind mit traditionellen Strukturen und Prozessen nicht mehr zu bewältigen. Um Arbeit und Wirtschaft zukunftsfähig zu gestalten, ist eine Neuorientierung gefragt, für die die Impulse der neuen Generation von Arbeitnehmern entscheidend sind.

 

 

Quellen:

Bildnachweise:

  • Bild 1: Kaboompics @ pixabay.com
  • Bild 2: Clem Onojeghuo @ pexels.com
  • Bild 3: Mentatdgt @ pexels.com
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