Stand der Digitalen Transformation 2018

Sowohl Global Player, als auch kleine Unternehmen befinden sich im digitalen Wandel. Zwei aktuelle Studien haben den Status Quo der Digitalen Transformation 2018 genauer unter die Lupe genommen. Die wichtigsten Ergebnisse lesen Sie hier.

Stand der digitalen Transformation 2018

„we think companies could exert a little more willpower using technology to do a better job for customers.“

Ted Schadler

So resümiert der Vice President und Principal Analyst bei Forrester die aktuelle Studie des eigenen Marktforschungsunternehmens zum Stand der Digitalisierung in 1600 Unternehmen in Nordamerika und Europa. Der Spezialist ist also der Meinung, die Potenziale neuer Technologien würden durch Unternehmen noch nicht ausgeschöpft. Einige der Erkenntnisse untermauern seine These:

Stand der Digitalen Transformation 2018 in Unternehmen

Auf die Frage, wer in ihrem Unternehmen für die Digitale Transformation verantwortlich sei, nannten 37% der Befragten den CIO an erster Stelle, gefolgt von CEO (24%) und dem Chief Digital Officer (18%). Allerdings würden 30% der Umfrageteilnehmer gerne eine neue Position schaffen, in deren Händen die Transformation liegt.

Ein Verantwortlicher allein reicht jedoch nicht aus, und so gaben ganze 52% der Manager an, zuerst müsse eine innovationsfreundliche Kultur geschaffen werden, um die Digitale Transformation umzusetzen. 39% empfanden hingegen neue digitale Plattformen als ausschlaggebend für erfolgreiche Digitalisierung.

Welche Investitionen werden getätigt, um bei der Digitalisierung vorne mitzuspielen? Laut Forrester vertrauen Firmen insbesondere auf Software-as-a-Service Dienste (55%); Technologien für Sicherheit und Datenschutz (47%) sowie mobilen Anwendungen (46%) wird ebenfalls ein hoher Stellenwert beigemessen.

Technologie als kritischer Faktor

Bezüglich der Herausforderungen der Digitalen Transformation wurden am häufigsten Sicherheitsbedenken genannt (31%); 23% sehen dagegen die Unternehmenskultur und 20% Mangel an Technologie-Skills als größte Herausforderung.

Digitale Transformation als dauerhafter Prozess

Während 56% der Befragten angaben, ihr Unternehmen befinde sich mitten in der Transformation, stehen 15% noch in der Erhebungsphase und weitere 7% machen bereits Fortschritte. Dem entgegen antworteten 21% der befragten Manager, dass für sie der Digitalisierungsprozess abgeschlossen wäre. Diese Aussage kommentiert Schadler mit Skepsis – nach Ansicht des Analysten sei Veränderung künftig ein Dauerzustand und Transformation nie endgültig erreicht. Nicht zuletzt die Ansprüche der Kunden werden Unternehmen zwingen, sich ständig weiterzuentwickeln.

Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen

Diesen Druck, sich ständig neuen Technologien flexibel anzupassen, bemerken ebenso kleinere Unternehmen längst. Auch hier ist die Digitalisierung in vollem Gange. Im Februar 2018 hat die IUBH Internationale Hochschule in Kooperation mit der Allfoye Managementberatung GmbH, der All for One Steeb AG und dem European Institute for Leadership and Transformation insgesamt 121 mittelständischen Führungskräfte zu ihren Digitalisierungsstrategien befragt, um ein Bild zum aktuellen Stand der Digitalisierung auf mittelständischer Ebene zu bekommen.

Sehr positiv ist, dass bereits für 82,7% der befragten mittelständischen Unternehmen Digitalisierung ein Teil der Unternehmensstrategie ist, jedoch stellt sie nur für 37,6% auch einen dominanten Faktor in der strategischen Ausrichtung dar.

Ein klarer Trend lässt sich bezüglich der Branchen erkennen: Das verarbeitende Gewerbe agiert in fast allen Bereichen der Digitalen Transformation 2018 langsamer als Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass sich viele Prozesse handwerklicher Betriebe nur teilweise digitalisieren lassen.

Stand der digitalen Transormation 2018 - eine Chance für Unternehmen

Digitalisierung als Chance, aber: interne Faktoren bremsen Mittelstand

Rund 97% der befragten Unternehmen nehmen den Digitalen Wandel als Chance wahr und gehen ihn dementsprechend entschlossen an: 86,8% haben bereits relevante Projekte umgesetzt, wobei sich diese bei den Mittelständlern insbesondere auf klassische IT-Bereiche wie Hard- und Software beziehen und weniger auf die Entwicklung neuer Unternehmensstrukturen und -prozesse.

Anders als bei größeren Unternehmen, bei denen Sicherheitsbedenken die größte Herausforderung darstellen, erschweren den mittelständischen Unternehmen vor allem interne Faktoren den Weg zur Digitalisierung. 48,1% der Befragten sahen die mangelnde Kommunikation der Führungskräfte mit Mitarbeitern als verlangsamenden Faktor, 40,8% beklagen unklaren Nutzwert der Projekte zur Digitalisierung. Laut All for One Steeb liegt dies vermutlich am Mangel von Erfahrungswerten, wodurch das Potenzial zur Kosteneinsparung oft unterschätzt wird. Erst an dritter Stelle nannten die Befragten technische Schwierigkeiten (40,2%).

Fazit zur Digitalen Transformation 2018

Mittlerweile scheinen fast ausnahmslos alle Unternehmen das Potenzial der Digitalen Transformation erkannt zu haben und sehen den digitalen Wandel als Chance an. Der Großteil hat bereits Prozesse initiiert, um das eigene Unternehmen den veränderten technischen Möglichkeiten und Anforderungen anzupassen. Hierbei stehen sie jedoch einigen Herausforderungen, wie Sicherheitsbedenken, gegenüber. Bei den mittelständischen Unternehmen mangelt es insbesondere noch an Kommunikation seitens der Führungsebene.

 

 

Bildquellen:

  • Bild 1: unsplash.com
  • Bild 2: Forrester
  • Bild 3: All for One Steeb AG

Quellen:

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