Mobiles Arbeiten

Die Digitalisierung schafft ein immer höheres Maß an Flexibilität in ganz unterschiedlichen Bereichen. Der damit in Zusammenhang stehende Trend flexibler Arbeitszeitmodelle ist nicht zuletzt unter dem Fokus des Arbeitsplatzes der Zukunft medial stark diskutiert. Im Wettbewerb um qualifiziertes Personal zeigen sich flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles Arbeiten nicht selten als überzeugendes Argument für die Gewinnung von Mitarbeitern. Zeitliche Autonomie, Flexibilität und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden auf diesem Weg realisierbar. Auch für Unternehmen ergibt sich aus dem Konzept eine gewisse Lukrativität. Wissenschaftler des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) fanden heraus, dass die Anzahl der gesamten Arbeitsstunden pro Tag höher ist, als dies beim klassischen Arbeitszeitmodell der Fall ist. Es zeigt sich zudem deutlich, dass mobiles Arbeiten die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter erhöht.

Arbeiten von überall: Flexibilisierung auf dem Vormarsch

Mobiles Arbeiten im Trend

Rechtlich betrachtet ähnelt mobiles Arbeiten der Telearbeit: per Informations- und Kommunikationstechnik wird eine Verbindung zum Unternehmen aufgebaut. In der Arbeitsstättenverordnung § 2 Abs. 7 ist die Definition der Telearbeit festgeschrieben. So heißt es hier:

„Telearbeitsplätze sind vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten, für die der Arbeitgeber eine mit den Beschäftigten vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt hat.“

Anders als bei der Telearbeit ist das mobile Arbeiten grundsätzlich jedoch nicht an einen Arbeitsplatz gebunden – auch nicht in den eigenen vier Wänden. Durch immer leistungsfähigere mobile Endgeräte ist der Mitarbeiter in der Lage, eine Vielzahl von Tätigkeiten von unterwegs zu übernehmen. Studien legen nahe, dass mobiles Arbeiten zunehmend auch den Weg in den Arbeitsalltag findet: 73 % der im Rahmen des von Citrix Systems erstellen „Global Workshifting Index“ wollen für eine verbesserte Mobilität ihrer Mitarbeiter sorgen, 61 % der Verantwortlichen wollen den Arbeitnehmern ein höheres Maß an Entscheidungsfreiheit einräumen, wenn es um die Wahl des Arbeitsplatzes geht.

Neue Arbeitszeitmodelle sollen in 92 % der Unternehmen dafür sorgen, dass mobiles Arbeiten für die Arbeitnehmer attraktiver und dadurch stärker gefördert wird. Mit 45 % geht knapp die Hälfte der Studienteilnehmer davon aus, dass die Personalkosten durch mobiles Arbeiten ebenfalls gesenkt werden könnten. Das Kalkül: einige Tätigkeiten könnten an freie Mitarbeiter ausgelagert werden, die dann überhaupt keinen Arbeitsplatz im Unternehmen benötigen.

Vorteile des mobilen Arbeitens

Mobiles Arbeiten und seine Potenziale

Die Potenziale des mobilen Arbeitens bestehen darin, dass der eigene Arbeitsplatz nicht mehr zwingend täglich aufgesucht werden muss. Dadurch wird die nervenaufreibende und teils teure Anreise während der Rushhour verhindert. Dadurch ist der Mitarbeiter in seiner Zeiteinteilung weitaus flexibler. Auf Bahnreisen oder im Flugzeug ist es zudem möglich, die Zeit effizienter zu nutzen. Auch das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird viel mehr in den Fokus gerückt. Kritiker sehen jedoch in diesem Bezug auch direkte Risiken. So könnten Arbeitnehmer sich gezwungen fühlen, rund um die Uhr verfügbar sein zu müssen.

In der Praxis scheinen sich diese Befürchtungen allerdings kaum zu bewahrheiten, eine von der spring Messe Management GmbH in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) erstellte Studie zeigt deutliche Ergebnisse: 34 % der Befragten schätzen die Gestaltung der Arbeitszeit als besser ein, 19 % gar als viel besser. Lediglich eine Minderheit von 12 % beurteilt das mobile Arbeiten als schlechter.

Zentrales Thema: Datenschutz sicherstellen

Mobiles Arbeiten und Datenschutz

Aus Sicht der Unternehmen gibt es Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Vor allem der Datenschutz muss gewährleistet werden, was sowohl für die personenbezogenen Daten, als auch für die betrieblichen Daten gilt. Mobile Endgeräte, wie z.B. Netbooks, Notebooks, Tablets und zum Teil auch Smartphones stellen für sich genommen ein Risiko dar, weil die Geräte gestohlen oder gehackt werden können. Innerhalb eines abgeschlossenen Büros kann die Infrastruktur besser gesichert werden; viele Unternehmen verzichten sogar gänzlich auf ein WLAN. Um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, sollte eine lokale Speicherung sensibler Daten auf den Geräten grundsätzlich unterlassen werden.

Der Trend hat somit neue Anforderungen an bisherigen Arbeitsplatz-Lösungen definiert: Der mobile Arbeitsplatz der Zukunft kommt aus der Cloud. Anbieter wie oneclick und Microsoft stellen die gesamten Anwendungen direkt über die Cloud zur Verfügung und sichern die Unternehmensdaten in hochsicheren Servern ab. Für Anwender macht oneclick den virtuellen Arbeitsplatz direkt über den Browser erreichbar. Daraus ergeben sich diverse Vorteile: bei einem plötzlichen Verlust des mobilen Endgeräts gehen die Daten nicht verloren. Es muss keine manuelle Synchronisation durchgeführt werden, um die Arbeitsergebnisse zu sichern. Darüber hinaus gibt es hinsichtlich des Betriebssystems keine Einschränkungen, was insbesondere im Zusammenhang mit dem mobilen Arbeiten wichtig ist.

Da eine Vielzahl an unterschiedlichen Endgeräten verwendet wird, sind auch gänzlich verschiedene Betriebssysteme im Einsatz. Durch das Arbeiten im Browser stellt dies aber keine besondere Problematik mehr dar. Außerdem lässt sich das Interface dadurch ganz individuell an verschiedene Gerätegrößen anpassen. Weil die Daten in der Cloud verarbeitet werden, wird die CPU-Auslastung der Devices auf ein Minimum gehalten, welches sich unmittelbar positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Zudem ist auch ein produktives Arbeiten auf weniger leistungsstarken Endgeräten möglich.

Chancen nutzen, mobil werden

Mehr Flexibilität durch mobiles Arbeiten

Insgesamt zeigt sich also: zu den Megatrends in Industrie und Handel gehört eine zunehmende Flexibilisierung. Diese Flexibilisierung wird nicht nur vom Kunden gefordert, sie erfasst auch zunehmend die Arbeitswelt – und wirkt sich auch auf bestehende Arbeitszeitmodelle aus. Weil Informationen nicht mehr räumlich an das Büro gebunden sind, kann zunehmend auch mobil oder im Home-Office gearbeitet werden. Erste Erfahrungen zeigen bereits, dass sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer von den Möglichkeiten profitieren, die das mobile Arbeiten mit sich bringt. Die große Herausforderung besteht darin, den Datenschutz zu sichern. Lösungen aus der Cloud sorgen für eine jederzeitige Sicherung der Daten und einen ganz ausgezeichneten Workflow – überall auf der Welt.

 

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