Desktop-as-a-Service (DaaS)

Desktop-as-a-Service (DaaS) ist eine Cloud-Computing-Lösung, bei der die virtuelle Desktop-Infrastruktur an einen Drittanbieter ausgelagert wird. Die DaaS-Funktionalität basiert auf dem virtuellen Desktop, einer benutzergesteuerten Sitzung oder dedizierten Maschine, die On-Demand-Cloud-Services für Benutzer und Organisationen bereitstellt.

Desktop-as-a-Service wird auch als virtueller Desktop oder gehostete Desktop-Dienste bezeichnet. DaaS verwendet je nach Implementierungsart eine verteilte Ausführung oder Remote-Ausführung. Das Vorgehen ist eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen IT-Lösungen und wird von Organisationen und Unternehmen eingesetzt, die ein hohes Maß an Performance und Verfügbarkeit benötigen. Darüber hinaus ist DaaS eine ideale Lösung für kleine Unternehmen mit begrenzten Ressourcen.

Zu den Vorteilen von DaaS gehören:

  1. Performance
  2. Personalisierung
  3. Zuverlässigkeit
  4. Datensicherheit
  5. Einfache Plattform-Migration
  6. Gesamtkostenreduzierung
  7. Minimierte Komplexität
  8. Notfallwiederherstellung
  9. Unterbrechungsfreie Konnektivität

DaaS

Thin Client und Fat Clients

Ein Thin Client ist ein Computer, der für den Aufbau einer Remote-Verbindung mit einer serverbasierten Computerumgebung optimiert wurde. Der Server erledigt die meiste Arbeit, wie z.B. das Starten von Softwareprogrammen, Berechnen von Zahlen und Speichern von Daten. Thin Clients kommen als Komponenten einer breiteren Computing-Infrastruktur vor, in der viele Clients ihre Berechnungen mit einem Server oder einer Serverfarm teilen. Die serverseitige Infrastruktur nutzt Cloud Computing-Software, wie Anwendungsvirtualisierung, Hosted Shared Desktop (HSD) oder Desktop-Virtualisierung (VDI). Diese Kombination bildet ein so genanntes Cloud-basiertes System, bei dem die Desktop-Ressourcen in einem oder mehreren Rechenzentren zentralisiert sind.
Die Vorteile der Zentralisierung sind:

  • die Optimierung der Hardware-Ressourcen,
  • die Reduzierung der Software-Wartung,
  • die Verbesserung der Sicherheit.

Thin-Client-Hardware unterstützt in der Regel Tastatur, Maus, Monitor, Anschlüsse für Soundperipheriegeräte und offene Ports für USB-Geräte (z.B. Drucker, Flash-Laufwerk, Webcam). Einige Thin Clients verfügen über ältere serielle oder parallele Schnittstellen, um ältere Geräte wie Bondrucker, Waagen oder Zeitschaltuhren zu unterstützen. Die Thin Client Software besteht in der Regel aus einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI), Cloud Access Agents (z.B. RDP, ICA, PCoIP), einem lokalen Webbrowser, Terminalemulatoren (in einigen Fällen) und einer Reihe von lokalen Dienstprogrammen.

Ein Fat Client (auch Heavy, Rich oder Thick Client genannt) dagegen ist ein Computer (Client) in der Client-Server-Architektur oder in Netzwerken, der typischerweise eine umfangreiche Funktionalität unabhängig vom zentralen Server bietet. Ein Fat Client benötigt immer noch mindestens eine periodische Verbindung zu einem Netzwerk oder einem zentralen Server, ist aber oft durch die Fähigkeit gekennzeichnet, viele Funktionen ohne diese Verbindung auszuführen. Ein Thin Client hingegen arbeitet in der Regel so wenig wie möglich, da er jedes Mal, wenn Eingabedaten verarbeitet oder validiert werden müssen, auf den Server zugreift.

Desktop Virtualisierung als Basis von Desktop-as-a-Service

Die Desktop-Virtualisierung ist eine Software-Technologie, die die Desktop-Umgebung und die zugehörige Anwendungssoftware von dem physischen Client-Gerät trennt, das für den Zugriff darauf verwendet wird. Die Desktop-Virtualisierung kann in Verbindung mit Anwendungsvirtualisierungs- und Benutzerprofilverwaltungssystemen, die heute als „Benutzer-Virtualisierung“ bezeichnet werden, eingesetzt werden, um ein umfassendes Desktop-Umgebungsmanagementsystem bereitzustellen.

In diesem Modus werden alle Komponenten des Desktops virtualisiert, was ein sehr flexibles und viel sichereres Desktop-Bereitstellungsmodell ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt dieser Ansatz eine umfassendere Desktop-Disaster-Recovery-Strategie, da alle Komponenten im Wesentlichen im Rechenzentrum gespeichert und durch herkömmliche redundante Wartungssysteme gesichert werden. Wenn das Gerät oder die Hardware eines Benutzers verloren geht, ist die Wiederherstellung einfach und unkompliziert, da die Komponenten bei der Anmeldung von einem anderen Gerät vorhanden sind. Weil keine Daten auf dem Gerät des Benutzers gespeichert werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass kritische Daten abgerufen und kompromittiert werden können, wesentlich geringer.

Vorteile und Nachteile

Desktop-as-a-Service

Desktop-as-a-Service (DaaS) stellt Anwendern virtuelle Desktops zur Verfügung, die auf einem Cloud-Server gehostet werden. Das macht es für IT-Profis einfacher, weil es die mühsame Aufgabe automatisiert, sich an jedem einzelnen Computer im Unternehmen anzumelden, um die gleichen Änderungen vorzunehmen. Bei DaaS findet ein größeres Upgrade nur einmal an der Host-Konsole des Service Providers statt, und diese Änderung ist für jeden einzelnen virtuellen Desktop verfügbar, wenn sich der User einloggt. Speziell für kleinere Unternehmen ist DaaS eine kostengünstige Lösung, die sie von der IT-Verantwortung für die Wartung ihrer eigenen Infrastruktur für ihre virtuellen Desktops und Anwendungen befreit.

Es gibt jedoch keine Garantien, dass ein Cloud-Desktop-Provider nicht irgendwann einmal einen Ausfall erleidet, sodass Daten unzugänglich und Benutzer nicht in der Lage sind, ihre Arbeit zu tun. Selbst unter Ausschluss der Worst-Case-Szenarien ist die Latenz für viele immer noch ein regelmäßiges Problem und kann die Arbeitsleistung für den Kunden beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass die Kosten für die potenzielle Bandbreite steigen, um den zusätzlichen Datenverkehr zu bewältigen, der mit einem Cloud-Desktop einhergeht.

Für wen lohnt sich das Konzept

Desktop-as-a-Service eignet sich vor allem dann, wenn ein Unternehmen nicht über das IT-Know-how und die Menge an Mitarbeitern im eigenen Haus verfügt. Gerade wenn auf Daten von verschiedenen Orten zugegriffen werden soll, auch mobil, sind Cloud-Lösungen gut geeignet. Selbst sensible Daten können hier durch Verschlüsselungen gut gesichert werden.

 

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  • Bild 1: bruce mars | pexels.com
  • Bild 2: rawpixel | pixabay.com
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